Der Köpenicker Kietz

Der Kietz war ursprünglich eine slawische Fischersiedlung südöstlich des Zentrums des Berliner Ortsteils Köpenick, heute Teil des Bezirks Treptow-Köpenick, die bis Ende des 19. Jahrhunderts ihre kommunalrechtliche Eigenständigkeit bewahrte (Selbstverwaltung). Seine Bevölkerung zählte stadtrechtlich weder zu den Bewohnern der Burg und des späteren Schlosses Köpenick noch zu den Einwohnern der Stadt Köpenick. Im Stadtbild ist in der gleichnamigen Straße ein im Wesentlichen geschlossenes Gebäudeensemble aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten geblieben, das unter Denkmalschutz steht.
Seit dem 7. Jahrhundert gab es eine slawische Burg an der Stelle des heutigen Schlosses Köpenick. Kietz im Jahr 1976 Hofgebäude im Köpenicker Kietz, 1975 Um 1240 errichteten die Askanier eine neue Burg. Die Slawen wurden von der Insel umgesiedelt. Ein Teil von ihnen wurde auf dem Ostufer der Dahme angesiedelt, um einen für jene Zeit typischen Kietz als Dienstsiedlung für eine deutsche Burg auf der Schlossinsel zu bilden. Die Einwohner hatten vor allem die neue markgräfliche Burg mit Fischen zu beliefern. Die älteste nachgewiesene urkundliche Erwähnung des Kietzes stammt aus dem Jahr 1355, vermutlich ist er aber bereits im 13. Jahrhundert entstanden. 1375 sind 24 Häuser nachgewiesen.[1] Die Bewohner lebten vor allem von der Fischerei. Das Erbregister von 1589 führte im Kietz 31 Hausstellen auf, die alle die Fischereigerechtigkeit besaßen.[2] Damit auch die Bewohner auf der flussabgewandten Ostseite der Straße die Fischerei betreiben konnten, wurden zu ihren Grundstücken Wassergassen angelegt. Zum Kietz gehörten größere Wiesenflächen, die weit über die Umgebung verstreut waren, allerdings kein Ackerland. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Kietz teilweise zerstört, später in alter Struktur wieder aufgebaut. An der Größe des Kietzes änderte sich jahrhundertelang nur wenig. Auch 1743 wurden 31 Wohngebäude gezählt, in den folgenden hundert Jahren kamen lediglich sechs hinzu. Die Einwohnerzahl war bis 1858 auf 415 Personen gestiegen.[1] Die Häuser lagen zunächst ausschließlich der entlang der Dahme führenden Straße (heute die Straße Kietz), später siedelten sich Handwerker und Gewerbetreibende auch an einer Parallelstraße (der heutigen Gartenstraße) an.

Marzahn

Die Ausstellung gibt einen Überblick über rund 11.000 Jahre Geschichte. Sie beginnt mit der Ur- und Frühgeschichte, die den weitaus längsten Zeitraum umfasst. Den Schwerpunkt bildet die Geschichte der Dörfer Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn von ihrer Gründung im 13. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Die grundlegenden Strukturen der Dörfer blieben bis ins 19. Jahrhundert nahezu unverändert. Nur Hellersdorf wurde bereits um 1400 aufgegeben und erst zwischen 1983 und 1986 teilweise wieder ausgegraben.Tief griffen Kriege, Missernten und Krankheiten in das Leben der Dörfer ein. Besonders verheerend wirkte sich der 30-jährige Krieg (1618 - 1648) aus. Die preußischen Reformen im 19. Jahrhundert modernisierten die Landwirtschaft und brachten den Bauern Befreiung von Diensten und Abgaben.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über rund 11.000 Jahre Geschichte. Sie beginnt mit der Ur- und Frühgeschichte, die den weitaus längsten Zeitraum umfasst. Den Schwerpunkt bildet die Geschichte der Dörfer Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn von ihrer Gründung im 13. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Die grundlegenden Strukturen der Dörfer blieben bis ins 19. Jahrhundert nahezu unverändert. Nur Hellersdorf wurde bereits um 1400 aufgegeben und erst zwischen 1983 und 1986 teilweise wieder ausgegraben.Tief griffen Kriege, Missernten und Krankheiten in das Leben der Dörfer ein. Besonders verheerend wirkte sich der 30-jährige Krieg (1618 - 1648) aus. Die preußischen Reformen im 19. Jahrhundert modernisierten die Landwirtschaft und brachten den Bauern Befreiung von Diensten und Abgaben.